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Jakob Buchmüller (1809-1891) |
Elisabeth Wyssmann (1813-1884) |
Elisabeth Buchmüller (1839-1882) war ledig und wurde Tante Liseli genannt.
Ihr
Leben als Bauerntochter in Lotzwil war von einer
Rückgratverkrümmung überschattet, die damals noch nicht
behandelt werden konnte. Wahrscheinlich hat dieses Leiden Elisabeth
zeitweise Schmerzen verursacht und sie in der Arbeit behindert. Doch
die sehr begabte Tochter machte wohl das beste aus der ihr zugemessenen
irdischen Zeitspanne, indem sie das geistliche Leben pflegte und durch
ihre Ausstrahlung auf die Eltern, ihre drei Brüder und auf einen
weiteren Verwandten- und Bekanntenkreis viel Segen stiftete.
Um
die Mitte des 19. Jahrhunderts ging eine religiöse Strömung
pietistischer Richtung durch das Bernerland. Auch bei Buchmüllers
in der Schmidte zu Lotzwil fanden solche Versammlungen der
Evangelischen Gesellschaft statt, durch welche Tante Liseli angeregt
wurde. Später hielt ein Prediger Nyffeler im Bauernhause
Buchmüller, ihrem Elternhause, Versammlungen. Sie wurde eine
grosse Missionsfreundin, las fleissig den "Heidenboten", war eine
stille Beterin, und beeinflusste ihren Bruder Johannes, welcher Basler
Missionar wurde. Sein früher Tod muss für Elisabeth
besonders schmerzlich gewesen sein.
Tante Liseli blieb ledig
und starb mit 43 Jahren im Hause ihres Bruders Gottfried
Buchmüller-Frank im Obstberg, Bern. Dessen Kinder behielten Tante
Liseli, die ihnen viele Geschichten erzählte ("Heinrich von
Eichenfels", "Genoveva" usw.) in lieber Erinnerung.
| Chronik der Buchmüller, 1975, 2005 |