Jakob Buchmüller (1809-1891)
Elisabeth Wyssmann (1813-1884)
Gottfried Buchmüller
1843 - 1914

Emma Frank (1845-1916), Langenthal
(Heirat: 1870)
Gottfried Buchmüller (1871-1955)
Hans Buchmüller (1872-1935)
Emma Buchmüller (1873-1905)
Fritz Buchmüller (1876-1901)
Hermann Buchmüller (1875-1899)
Hedwig Buchmüller (1878-1950)

Gottfried BuchmüllerGottfried Buchmüller (1843-1914), Seminarlehrer in Bern, verheiratet mit Emma Frank aus Langenthal.

Wie sein älterer Bruder Johannes trat Gottfried Buchmüller nach der Sekundarschule, die er in Langenthal besuchte, ins Evangelische Lehrerseminar in Bern ein, damals noch Gerber- und von Lerberschule an der Junkerngasse. Nach dem Patentexamen unterrichtete er zuerst in der "Wengerschule" in Bern, dann im Waisenhaus Zürich, wo er 2 Jahre blieb. Seine Freizeit verwendete er für das Weiterstudium an der Hochschule und mit Privatstunden, vor allem in Geologie, Geographie, Astrologie und Mathematik.

Als er 1867 als Lehrer an das Evangelische Seminar in Bern - nun in neuen Gebäulichkeiten auf dem Muristalden - berufen wurde, konzentrierte er seine Lehrtätigkeit immer mehr auf die Fächer Geographie, Gesang und Turnen. Vor allem im Gesang hat er Vorzügliches geleistet, sodass er gebeten wurde, dieses Fach auch am Evangelischen Lehrerinnenseminar der Neuen Mädchenschule zu übernehmen. Er gründete und leitete einen Evangelischen Gemischten Chor an der Nägeligass-Kappelle der Evangelischen Gesellschaft in Bern, der ihm viel Freude bereitete. In seinem Knabenverein und Männerverein, wo ihm das Evangelistische die Hauptsache war, wurde wohl auch viel gesungen. Im Seminar war er zudem ein beliebter und zuverlässiger Reiseleiter.

Nach seiner Heirat 1870 wurde ihm im Seminar das Amt des Hausvaters im Schülerkonvikt anvertraut. Leider war dies zu viel für seine Kräfte, sodass er nach etlichen Jahren einen Zusammenbruch erlitt und sich vom Internat zurückziehen musste, um nur noch die Lehrtätigkeit auszuüben. Aber auch diese musste er aus gesundheitlichen Gründen frühzeitig reduzieren. Als Lehrer schätzte man an ihm seine Gründlichkeit, Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit und Treue ganz besonders.

So initiativ und fröhlich Gottfried Buchmüller in jüngeren Jahren war, so herrschte im Alter bei ihm der Ernst vor, verursacht auch dadurch, dass er drei seiner sechs Kinder im blühenden Alter von 20-30 Jahren nach schwerem Krankenlager verlor. Von diesem Schmerz konnte sich der gebeugte Vater nie mehr ganz erholen. Als frommer Mann suchte er Halt im Glauben, aber Zweifel blieben ihm nicht erspart.

Seinen 6 Kindern bot er zusammen mit seiner Gattin ein frohes Heim und eine umsichtige christliche Erziehung. Er pflegte aber auch einen grossen treuen Freundeskreis, in welchem er geschätzt war, was sich für die ganze Familie bereichernd auswirkte.

Eine zeitlang lebte seine Schwester Liseli in seiner Familie, und sie ist auch in diesem Familienkreis gestorben.

Von Gottfried Buchmüller sind etliche Briefe, auch seine Brautbriefe, sowie Zeugnisse und Nachrufe im Besitz der Nachkommen (auszugsweise abgeschrieben).